Silvano Borzacchiello

2003.03.06 - Jazz'n'more PDF Stampa E-mail

Giulio Granati Quartet

Swiss Jazz Diagonales - A qualcuno piace jazz - Altrisuoni - Bird's Eye - Basel

Der verkannte Prophet im eigenen Land. Auf Giulio Granati, den gebürtigen, aber schon lange in Lugano domizilierten Römer Pianisten, trifft dies vollumfänglich zu. Mit seinem exzellenten Quartet spielte er in Basel vor knapp zehn Nasen. Da trifft Peter Bürlis Kritik am konzept des Diagonales Festivals schon zu. Zwar ist die Idee des Kulturaustausches zwischen den drei Landesregionen sehr gut, das Problem liegt jedoch darin, dass nur das Festival an sich und nicht die einzelnen Bands promotet wurden. So ist auch der schlechte Besuch von Granatis Auftritt zu erklären. Nördlich des Gotthards kennt ihn eben kaum jemand. Qualitativ boten er und seine Mitmusiker sicher das musikalisch höchste Niveau aller am Festival auftretenden Musiker. Mit perlenden Läufen spannte Granati in seiner Eigenkomposition "Il vento del deserto" einen wunderschönen Bogen. Lässig auf einem Barhocker sitzend bläst der in Mailand lebende Amerikaner Michael Rosen einige krächzende Schreie auf dem Sopransaxofon. Sehr überzeugend die Solobeiträge des Kontrabassisten Stefano Dall'Ora; Doppelgriffe und virtuose Streichpartien - an ihm hätte Mingus bestimmt Freude gehab. Mit dem binären Tune "Easier Than You Think" wurde das Konzert in funky Manier abgeschlossen und Drummer Silvano Borzacchiello konnte seine Stärken nochmals beweisen. Silvano Gerosa

 
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